
Foto: Wolfgang Wendlinger / pixelio.de
Dass die “Wahrheit” im Krieg als dehnbarer Begriff, oft auch als faustdicke Lüge daherkommt, daran hat man sich in den letzten Jahren leider schon gewöhnt. Im Falle Afghanistans fängt das schon bei der begrifflichen Bestimmung des Einsatzes der Bundeswehr an. Denn während die Mehrheit der Bundesbürger den Einsatz schon lange als Krieg wahrnimmt, spricht der Verteidigungsminister weiterhin von einem “robusten Stabilisierungseinsatz”.
Diese unterschiedliche Wahrnehmung scheint sich auch im Falle der jüngsten Vorfälle in Afghanistan fortzusetzen. Noch Tage nach dem verhehrenden Abwurf von zwei Bomben auf die von einer Menschenmenge umringten Tanklaster sprach Verteidigungsminister Jung von einem “militärischen Erfolg”, dem lediglich ungefähr 50 Talibankämpfer zum Opfer gefallen seien. Zu diesem Zeitpunkt sprachen Verbündete, Presse und vor Ort anwesende Nichtregierungsorganisationen (NGO) bereits von mindestens 90 – 130 Todesopfern, darunter zahlreiche Zivilisten und Kinder. (weiterlesen…)

