Posts Tagged ‘Datenschutz’

ARGE erstattet Anzeige gegen Datenschützer!

13. Dezember 2009

Weil Datenschützer in einem satirischen Artikel auf ein Problem bei ihrer örtlichen ARGE hinwiesen, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Nicht aber etwa gegen die Betreiber eines “offenen” Briefkastens, sondern gegen diejenigen, die den Mangel öffentlich machten. Aber der Reihe nach:

Auslöser der “Briefkasten-Affäre” war eine mit Fotos belegte Mitteilung offensichtlicher Datenschützer, aus der sich ergab, dass man dem Briefkasten der ARGE Limburg problemlos Postsendungen von außen entnehmen kann.
Die Fraktion DIE LINKE fragte daraufhin im Kreistag nach, doch der Kreis leugnete jeglichen Mangel (kt_datenschutz (PDF)): Der besagte Briefkasten werde regelmäßig entleert und es sei in der Vergangenheit auch nicht zu Beschwerden gekommen (Das wundert nicht, wenn man wie wir, erfährt, wie die ARGE mit Beschwerdeführern oder solchen, die man dafür hält, verfährt).
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Lach- und Sachgeschichten: Gar nicht lustig!

15. November 2009

die_maus_openerWohl jeder kennt sie, die “Lach- und Sachgeschichten” mit der lustigen Zeichentrickmaus aus der “Sendung mit der Maus”. Schon vielfach wurde die sympathische Maus satirisch verfremdet, um irgendetwas oder irgendwen politisch “durch den Kakao zu ziehen”.
Eine solche im Stile der bekannten “Lach- und Sachgeschichten” gehaltene Parodie fanden wir vor wenigen Tagen in unserem Posteingang vor – und da sie so gar nicht lustig, aber dafür durchaus lehrreich ist, möchten wir sie Ihnen nicht vorenthalten. Viel “Vergnügen”!

Lach- und Sachgeschichten! Heute: Die Arge und der Datenschutz!

Das ist ein Briefkasten.

Der gehört der ARGE Limburg-Weilburg.

(Zum Vergrößern einfach auf das erste Bild klicken!)

Da werfen viele Menschen Unterlagen ein:
Anträge, Widersprüche, Angaben zu ihren persönlichen Verhältnissen und ihrer finanziellen Lage – zu allem, was so einen Grundsicherungsträger ’was angeht oder wozu er ’was wissen will.
Und den geht Vieles an und der interessiert sich für ganz viele Dinge, die die vielen Langzeitarbeitslosen so betreffen. Deshalb kommt da ganz schön viel Post zusammen. Und dazu noch das „Handelsblatt“, das wohl vom Steuerzahler bezahlt und von einem (wahrscheinlich leitenden) ARGE-Beamten während seiner Arbeitszeit gelesen wird. Es kommt also viel Post in diesen Briefkasten.
Deshalb ist er immer schnell voll. Und dann hat er eine besondere Eigenschaft.
Es kann den Inhalt nicht nur ’rausnehmen, wer den Briefkastenschlüssel hat, sondern jeder kann sich ’rausnehmen, was ihn so interessiert. Durch die Klappe. Einfach so:

Ganz schön praktisch …

Vielleicht ist das ein Grund, warum bei der ARGE viele Unterlagen einfach verschwinden …

Blöd nur, dass so was nach dem Datenschutzgesetz gar nicht sein dürfte.

Aber das ist eine andere Geschichte.

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(Anmerkung der Redaktion: Wir wissen nicht, wer die in dieser Geschichte erwähnte Zeitung bezahlt und wer sie wann liest. Was jedoch zweifelsfrei der Wahrheit entspricht, ist der Umstand, dass man aus dem Briefkasten der Arge tatsächlich unter den beschriebenen Umständen hochvertrauliche Unterlagen von aussen durch den Einwurfschlitz entnehmen kann. Und dass dies nicht im Sinne des Datenschutzes ist, daran haben wir keinerlei Zweifel. Daher ein freundliches Dankeschön an den unbekannten Autor.)