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Wenn es schon keine Jobs im Bauhandwerk gibt….

14. Februar 2012

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…..in die Menschen vermittelt werden können, dann eben auf andere Art mit dem Arbeitsgerät vertraut werden.

Trommeln auf Mörtelkübeln.

Trommeln befreit und kann die Kommunikation stärken. In der Limburger Kreismusikschule werden junge Erwerbslose dazu angeleitet……………

……bevor sie noch auf andere Ideen kommen ?

Allerdings wenigstens eine Möglichkeit für unter 18-jährige in den Genuss kultureller Angebote zu kommen. Denn von Leistungen zur Teilhabe (das berüchtigte v.d.Leyen´sche Bildungspäckelchen als Legitimation für den Regelsatzklau an Kindern) sind sie nach SGB II § 28 (7) ausgeschlossen.

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Und auch anderswo fließen Gelder

…………..wenn auch mit reduzierter Trägerpauschale für die Maßnahmeträger…….

Für den Stromspar-Check

http://www.stromspar-check.de

gibt es Gelder u.a. aus dem europäischen Sozialfonds.

Energiesparberatung für alle, eine gute Sache.

Wenn der Regelsatz schon kaum zum Überleben reicht muss der stromfressende Kühlschrank bleiben und der Tip aus dem Projekt

“Mehr Auskommen mit weniger Einkommen” immer noch aktuell:

“Hohlräume stopfen

Zeitschriften oder Styroporblöcke in ungenutztem Eisschrankraum verhindern, dass bei jedem öffnen zu viel kalte Luft entweicht.”

Quelle: Seite 9 dieser Broschüre (19.000 KB )

Das den beratenen Energiesparkleinteile im Wert von bis zu 70 € überlassen werden darf aber kein Grund sein die ausgewechselten Glühbirnen für die Entsorgung mitzunehmen, damit sie keiner wieder eingeschraubt.

Für Wohnen, Energie, Wohninstandhaltung sind im Regelsatz knapp 31 € vorgesehen, davon kauft es sich nicht mal locker „neue Helligkeit“ während die letzte Stromabrechnung beim Versorger noch abgestottert wird.

In der Projektpräsentation (Stand: 02/2011) wird jedoch klar, mehr als die Hälfte sind 1-€-Jobs und auch das allseits beliebt-berüchtigte Bewerbungstraining fehlt nicht (das wievielte eigentlich?)

Wie bei der Vorstellung des Projekts hier im Kreis zu erfahren war

wären so 8, ja sage und schreibe 8 Arbeitsplätze geschaffen worden.

“Es besteht die Möglichkeit, dass die Teilnehmer an dieser 14-monatigen
Maßnahme bei Energieunternehmen einen Job bekommen könnten”

Hä, unter „Arbeitsplatz“ versteht Mensch im Allgemeinen keine 1-€-Jobs und die Worte „könnten“, „hätten“ oder „die Möglichkeit besteht“ gab es im Zusammenhang mit dem Arbeitsmarkt vor Agenda 2010.

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„Im Jahr 2008 bestand der Cariteam-Energiesparservice aus 12 Langzeitarbeitslosen

nach SGB II § 16 für 12 Monate. Zudem standen 1,2 Stellen für Anleitung zur Verfügung.“ Lesen wir in: „die Evaluation des Energiesparservices in Frankfurt am Main (Stand: 06/2009, 3,6 MB)“ Quelle: http://www.stromspar-check.de/die-aktion/projektinformation/

Die „Einmündungsquote“ lag bei insgesamt 32%

davon:

- in Arbeitsmarkt: 12%

- in Arbeitsmarkt (lohnsubventioniert): 14% (davon 9% Übernahme in Stromspar-Check)

- in Fortbildung: 4%

- in Selbständigkeit: 1%

- wieder arbeitslos: 41%

- keine Angabe 27%!

Im Gegensatz zu vorherigen Projekten:

Eine erste Auswertung zu den Teilnehmerstrukturen im Projekt Stromspar-Check ergab folgendes

Ergebnis (Stand: Sept. 2009):

Die Vermittlungsquote der Teilnehmer in den Arbeitsmarkt liegt bei insgesamt 24 %.

18 % wurden in Beschäftigungsverhältnisse des 1. Arbeitsmarktes vermittelt.

2 % wurden in ein Beschäftigungsverhältnis des 2. Arbeitsmarktes vermittelt,

2 % in eine Weiterbildung und weitere

2 % machten sich selbstständig.

/DCV, eaD 2010/

Quelle: „die Evaluation des Energiesparservices in Frankfurt am Main (Stand: 06/2009) http://www.stromspar-check.de/die-aktion/projektinformation/

ARGE erstattet Anzeige gegen Datenschützer!

13. Dezember 2009

Weil Datenschützer in einem satirischen Artikel auf ein Problem bei ihrer örtlichen ARGE hinwiesen, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Nicht aber etwa gegen die Betreiber eines “offenen” Briefkastens, sondern gegen diejenigen, die den Mangel öffentlich machten. Aber der Reihe nach:

Auslöser der “Briefkasten-Affäre” war eine mit Fotos belegte Mitteilung offensichtlicher Datenschützer, aus der sich ergab, dass man dem Briefkasten der ARGE Limburg problemlos Postsendungen von außen entnehmen kann.
Die Fraktion DIE LINKE fragte daraufhin im Kreistag nach, doch der Kreis leugnete jeglichen Mangel (kt_datenschutz (PDF)): Der besagte Briefkasten werde regelmäßig entleert und es sei in der Vergangenheit auch nicht zu Beschwerden gekommen (Das wundert nicht, wenn man wie wir, erfährt, wie die ARGE mit Beschwerdeführern oder solchen, die man dafür hält, verfährt).
(weiterlesen…)

Lach- und Sachgeschichten: Gar nicht lustig!

15. November 2009

die_maus_openerWohl jeder kennt sie, die “Lach- und Sachgeschichten” mit der lustigen Zeichentrickmaus aus der “Sendung mit der Maus”. Schon vielfach wurde die sympathische Maus satirisch verfremdet, um irgendetwas oder irgendwen politisch “durch den Kakao zu ziehen”.
Eine solche im Stile der bekannten “Lach- und Sachgeschichten” gehaltene Parodie fanden wir vor wenigen Tagen in unserem Posteingang vor – und da sie so gar nicht lustig, aber dafür durchaus lehrreich ist, möchten wir sie Ihnen nicht vorenthalten. Viel “Vergnügen”!

Lach- und Sachgeschichten! Heute: Die Arge und der Datenschutz!

Das ist ein Briefkasten.

Der gehört der ARGE Limburg-Weilburg.

(Zum Vergrößern einfach auf das erste Bild klicken!)

Da werfen viele Menschen Unterlagen ein:
Anträge, Widersprüche, Angaben zu ihren persönlichen Verhältnissen und ihrer finanziellen Lage – zu allem, was so einen Grundsicherungsträger ’was angeht oder wozu er ’was wissen will.
Und den geht Vieles an und der interessiert sich für ganz viele Dinge, die die vielen Langzeitarbeitslosen so betreffen. Deshalb kommt da ganz schön viel Post zusammen. Und dazu noch das „Handelsblatt“, das wohl vom Steuerzahler bezahlt und von einem (wahrscheinlich leitenden) ARGE-Beamten während seiner Arbeitszeit gelesen wird. Es kommt also viel Post in diesen Briefkasten.
Deshalb ist er immer schnell voll. Und dann hat er eine besondere Eigenschaft.
Es kann den Inhalt nicht nur ’rausnehmen, wer den Briefkastenschlüssel hat, sondern jeder kann sich ’rausnehmen, was ihn so interessiert. Durch die Klappe. Einfach so:

Ganz schön praktisch …

Vielleicht ist das ein Grund, warum bei der ARGE viele Unterlagen einfach verschwinden …

Blöd nur, dass so was nach dem Datenschutzgesetz gar nicht sein dürfte.

Aber das ist eine andere Geschichte.

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(Anmerkung der Redaktion: Wir wissen nicht, wer die in dieser Geschichte erwähnte Zeitung bezahlt und wer sie wann liest. Was jedoch zweifelsfrei der Wahrheit entspricht, ist der Umstand, dass man aus dem Briefkasten der Arge tatsächlich unter den beschriebenen Umständen hochvertrauliche Unterlagen von aussen durch den Einwurfschlitz entnehmen kann. Und dass dies nicht im Sinne des Datenschutzes ist, daran haben wir keinerlei Zweifel. Daher ein freundliches Dankeschön an den unbekannten Autor.)