Grünenthal – Contergan

13. März 2012 von Kornelia Löw

Dazu ein sehr interessanter Artikel :

Wie Nazi-Ärzte bei der Contergan-Firma Grünenthal aufstiegen

Sie hatten als leitende Ärzte in Konzentrationslagern gearbeitet, waren dort an grausamen wie tödlichen Menschen­experimenten beteiligt und ­berieten Adolf Hitler in ­Sachen Giftgas. weiterlesen hier im Portal „DerWesten.de“ der WAZ NewMedia

Fähigkeiten und Unfähigkeiten

29. Februar 2012 von Renate Pohl

Bezüglich der Diskussionen um die Namensgebung der Kreissporthalle in Limburg.

Dazu wurde auf der Internetseite eines regionalen Journalisten (vtaktuell) ein sehr informativer Gastbeitrag veröffentlicht der nicht ungelesen bleiben darf.

“Heinrich (Heinz) Anton Wolf – oder die Unfähigkeit,sich der Vergangenheit zu stellen”  weiterlesen hier.

Zur Beurteilung zur NS-Vergangenheit von Heinz Wolf

25. Februar 2012 von Renate Pohl

muss alles verfügbare Material ausgewertet werden, dazu ist umfassende Recherchearbeit nötig und ein Blick in andere Regionen zum Umgang mit dem Thema.

“Nur weil ein Mann Mitglied der NSDAP gewesen ist, muss er ja nichts Schlimmes getan haben.” Zitat aus dem Pressebericht nachlesbar hier

Verharmlosung  rassistischer, nationalistischer und antisemitischer Ideologie statt Namenswechsel wenn Fakten aus dem Lebenslauf bekannt werden mit denen man sich nicht identifizieren will?

Bewusste Erinnerung an die Vergangenheit erfordert auch den Mut zur Umbenennung.

Anderswo wurden solche Umbenennungen längst vorgenommen:

1999 wur­de die Hedwig-Heyl-Schu­le in Frank­furt umbenannt weil Fakten aus dem Leben von Hedwig Heyl bekannt geworden waren mit denen sich die Schule nicht identifizieren wollte.

Die Bremer Historikerin Doris Kaschulle hatte bereits Anfang der neunziger Jahre darauf hingewiesen, dass Heyl, die als die Wegbereiterin für die Professionalisierung der Hauswirtschaft gilt, eine begeisterte Anhängerin der Hitler-Bewegung gewesen war.

Zu diesem Thema ein Bericht aus der Rhein-Lahn-Zeitung

Die braune Vergangenheit des Limburger Landrats Heinz Wolf

Limburg – Die Vergangenheit des ehemaligen Landrats des Kreises Limburg-Weilburg, Heinz Wolf, ist nach mehrjähriger Unterbrechung wieder in der Diskussion. Den Anstoß gab ein Antrag der Linken im Kreistag Limburg-Weilburg im vergangenen Jahr. Daraufhin wurde im Kreishaus untersucht, ob Wolf während der NS-Zeit etwas mit Euthanasie und Psychiatrie-Einweisungen zu tun hatte.

Heinz Wolf, ehemaliger Limburger Landrat.

Wolf, 1908 in Limburg geboren und 1984 gestorben, war von 1964 bis 1975 Landrat im Landkreis Limburg – von Juli 1974 an im Kreis Limburg-Weilburg. Nach dem Ausscheiden aus dem politischen Amt wurde er 1975 zum Ehrenbürger der Stadt Limburg ernannt. Damals beschäftigten sich schon einmal Historiker mit ihm, zu einem Ergebnis kam man allerdings nicht. Später wurde die Kreissporthalle in Limburg nach ihm benannt.
Auch neuerliche Recherchen durch die beim Kreisausschuss tätige Historikerin Dr. Marie-Luise Crone erbrachten keinen Hinweis auf ehrenrührige Aktivitäten Wolfs im Nationalsozialismus. Allerdings befasste sich Crone, dem Antrag der Linken folgend, offenbar allein mit der Frage, ob der im Mai 1933 der NSDAP beigetretene Jurist Einfluss auf Morde in Hadamar hatte. Dort wurden im Rahmen der sogenannten Aktion T 4 in der Gaskammer der damaligen psychiatrischen Landesheilanstalt 10 113 Menschen mit geistig und körperlichen Behinderungen ermordet, später durch tödliche Injektionen, Medikation und durch vorsätzliches Verhungernlassen mehr als 4380 weitere Personen umgebracht.
Andere Experten, die sich mit Wolfs Vergangenheit befassen, kommen zu anderen Ergebnissen. Der Kriminologe und Schriftsteller Dieter Schenk aus Lampertsfeld, mehrfach ausgezeichneter Honorarprofessor in Danzig und Ehrenbürger der polnischen Stadt Lodz, ist bei Recherchen zu seinem Buch „Die Post von Danzig – Geschichte eines deutschen Justizmordes“ auch immer wieder dem Namen Wolf begegnet. Dieser war von 1939 bis 1944 als Staatsanwalt in Danzig tätig. Dort vertrat er hin und wieder Generalstaatsanwalt Kurt Bode. Darüber berichtete die Hersfelder Zeitung. Nach Schenks Erkenntnissen hatte der Limburger Heinrich Anton Wolf als Anklagevertreter vor dem Sondergericht Danzig in mindestens zwei Fällen seinen Beitrag dazu geleistet, dass Menschen wegen Nichtigkeiten zum Tode verurteilt wurden.
So wurde ein Deutscher wegen landesverräterischer Feindbegünstigung in Tateinheit mit Heimtücke sowie als Volksschädling wegen Diebstahl zum Tod verurteilt. Dabei hatte der Mann lediglich gegenüber Polen geäußert, dass Deutschland den Krieg verlieren werde. Zudem besaß er ein NSDAP-Parteiabzeichen, obwohl er kein Mitglied war. Außerdem wurde ein Deutschstämmiger wegen angeblicher Wehrkraftzersetzung zum Tode verurteilt. Auch er hatte geäußert, dass der Russland-Feldzug kein gutes Ende für die Deutschen nehmen werde, schreibt die Hersfelder Zeitung. Bei diesen beiden Prozessen sei Wolf als Beamter der Staatsanwaltschaft zugegen gewesen. Schenk geht davon aus, dass es noch mehr Material gegen Wolf geben dürfte. Nachprüfen könne er es auf die Schnelle aber nicht. Sämtliche Unterlagen über die Vorgänge in Danzig, die er für die Buchrecherche zusammengetragen hatte, habe er an das Danziger Archiv des Nationalen Gedenkens übergeben.
Martina Hartmann-Menz saß von 2001 bis 2006 für die Grünen im Kreistag Limburg-Weilburg. Ihr privates Interesse gilt der Aufarbeitung historischer Vorgänge und Zusammenhänge, weshalb sie sich auch mit Heinz Wolf befasst. Wolf wechselte 1944 nach Frankfurt am Main und blieb dort bis 1951 Oberstaatsanwalt. In dieser Funktion schrieb er laut Hartmann-Menz ein Empfehlungsschreiben für seinen ehemaligen Vorgesetzten Bode, der somit 1950 wieder in den Staatsdienst eintreten konnte. Hartmann-Menz: „Nach menschlichem Ermessen ist es unvorstellbar, dass Wolf von dem Tun Bodes, das Günter Grass in seinem Buch ‚Die Blechtrommel‘ historisch korrekt nachvollzogen hat, keine Kenntnis hatte.“ Auf Bodes Spruch wurden nach einem Kriegsberichtsprozess 38 Todesurteile vollstreckt. Schenks Buch führte 1999 zu einem posthumen Freispruch der Hingerichteten.
Auch Beiträge Wolfs als Rechtsreferendar in einer Beilage der Lahnzeitung, in denen er sich konform mit dem Erbgesundheitsgesetz von 1933 äußerte (das Gesetz war die juristische Grundlage der hunderttausendfachen Zwangssterilisationen) und Wolfs Befürwortung der Spätabtreibung im fünften Monat vor dem Hintergrund der „Gefährdung für das deutsche Volk“, gelte es zu beachten. Ebenso die Tatsache, dass Wolf in den Nürnberger Prozessen als Verteidiger des Industriellen Alfred Krupp tätig war. Diese Fakten reichen nach Ansicht von Hartmann-Menz aus, um Heinz Wolf die Ehrenbürgerschaft der Stadt Limburg abzusprechen. „Muss dies nicht allein deshalb geschehen, weil auch der Limburger Altbischof Franz Kamphaus wegen seines konsequenten Eintretens für Behinderte und Schwache diese Auszeichnung erhalten hat“, fragt sie. Auch die Rücknahme der Ehrung Wolfs durch die Benennung der Kreissporthalle ist nach Ansicht von Hartmann-Menz überfällig, da er diese Auszeichnung vor dem Hintergrund seiner nationalsozialistischen Vergangenheit nicht verdiene. Dieter Fluck

Nassauische muss bleiben!

24. Februar 2012 von Renate Pohl

Das Land Hessen will die Nassauische Heimstätte verkaufen. Das hat Finanzminister Schäfer angekündigt. Das Land ist der Meinung, das Betreiben einer Wohnungsbaugesellschaft gehöre nicht zu den Kernaufgaben eines Bundeslandes. Das sehen wir anders. Wir, das sind Mieterinnen und Mieter, GewerkschafterInnen und PolitikerInnen, die sagen: das Land hat sehr wohl eine soziale Verantwortung. Es muss besonders in größeren Städten für erschwinglichen Wohnraum sorgen. Auch die unteren Einkommensgruppen müssen gut wohnen können! Deshalb: Die Nassauische muss bleiben!

Geben Sie Ihre Unterschrift ab »

Flexibilisierung der Arbeitszeit

24. Februar 2012 von Renate Pohl

Rund um die Uhr verfügbar, ständig “Gewehr bei Fuß” sein sollen und mehrfach am Tag zur Arbeitsstelle fahren? davon sind immer mehr Kolleginnen und Kollegen betroffen.

Besonders ärgerlich bei den derzeitigen Treibstoffpreisen ist die doppelt oder gar dreifache Fahrerei bei überlangen “Pausen”

Das Argument, man könne die Kosten per Steuererklärung geltend machen und die Belastung verringerte sich wurde durch ein Urteil des hessischen Finanzgerichts vom 06.02.2012 entkräftet.

Keine doppelte Entfernungspauschale bei zwei täglichen Fahrten zur Arbeitsstätte

“Niedriger Lohn – sichere Arbeit?”

23. Februar 2012 von Renate Pohl

Am Freitag, den 16.März um 19.30 Uhr besucht die LINKE. Limburg-Weilburg die Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, um sich über die aktuelle Lage im Bereich des Einzelhandels, Bsp. Schlecker und weitere Handelsketten sowie die Situation bei den Post-und Paketdiensten zu informieren und zu diskutieren.

Ort: ver.di – Geschäftsstelle, Westerwaldstraße 111 (zwischen Kaufland und Medimax/EG Kfz- Zulassungsstelle).

Stefan Schneider, Vorsitzender des ver.di- Ortsverbandes Limburg-Weilburg, wird die Leitfrage des Abends kompetent beantworten.

Eingeladen sind Mitglieder und Nichtmitglieder, Kollegen/innen, Betroffene und Interessierte.

Wir hoffen auf reges Interesse und laden herzlich ein!

Mahlzeit in mitarbeiterfeindlicher Atmosphäre

22. Februar 2012 von Renate Pohl

Das Vorgehen der Steakhauskette Maredo gegen Beschäftigte und Betriebsräte in Frankfurt am Main ist kein Einzelfall geblieben….weiterlesen

Noch Appetit?

Datenkrake GEZ bekommt mehr “Ärmchen”

22. Februar 2012 von Renate Pohl

………und soll über mehr Informationen als die Meldebehörden verfügen wenn der Fünfzehnter Staatsvertrag zur Änderung rundfunkrechtlicher Staatsverträge (Fünfzehnter Rundfunkänderungsstaatsvertrag) in Kraft tritt.

Nicht nur Haus- und Wohnungsbesitzer werden damit verpflichtet

ihren Mietern hinterher zu spitzeln, auch anderen “Behörden” wird Tür und Tor für einen Datenabgleich geöffnet.

22. Februar 2012 von Renate Pohl

Frauentag Postkarte vorne

Frauentag Postkarte hinten

22. Februar 2012 von Renate Pohl

6 Gründe