Ohne Lohnerhöhungen droht Rezession

15. Januar 2012 von Kornelia Löw

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag

11.01.2012, Michael Schlecht
Ohne Lohnerhöhungen droht Rezession
“Die Gefahr einer Rezession ist real, darüber darf das Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent im vergangenen Jahr nicht hinwegtäuschen. Ob es tatsächlich zu einem Einbruch kommt, hängt davon ab, ob es gelingt, massive Lohnerhöhungen und ein Zukunftsprogramm durchzusetzen”, kommentiert Michael Schlecht die aktuellen Daten des Statistischen Bundesamtes zur wirtschaftlichen Entwicklung 2011. Der Chefvolkswirt der Fraktion DIE LINKE weiter:

“Das durchaus beachtliche Wirtschaftswachstum von 3,0 Prozent im gesamten Jahr 2011 verstellt den Blick auf die Realitäten. Erst im zweiten Quartal erreichte das Bruttoinlandsprodukt überhaupt wieder das Vorkrisenniveau. Das Statistische Bundesamt geht deshalb völlig zu Recht davon aus, dass es sich bei dem  relativ starken Wachstum in der ersten Jahreshälfte vor allem um Aufholeffekte handelte. Das gilt auch für die Exporte, die 2011 kräftig um 8,2 Prozent zulegten. Wegen der weltweiten wirtschaftlichen Abkühlung wird die Exportabhängigkeit Deutschlands in diesem Jahr jedoch zum Problem werden.

Um dem drohenden Abschwung entgegenzuwirken, ist daher eine Stärkung der Binnennachfrage unerlässlich. Dazu müssen massive Lohnerhöhungen in den anstehenden Tarifverhandlungen durchgesetzt werden. Zudem sollten ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohns von zunächst zehn Euro eingeführt, die Hartz IV-Regelsatz auf 500 Euro aufgestockt und ein Zukunftsprogramm für den sozial-ökologischen Umbau der Gesellschaft im Umfang von 125 Milliarden Euro jährlich aufgesetzt werden.”

Abfallentsorgung muss kommunale Aufgabe bleiben

15. Dezember 2011 von Kornelia Löw

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag 14.12.2011,

Ralph Lenkert Abfallentsorgung muss kommunale Aufgabe bleiben “Das Zeitfenster, das sich nun geöffnet hat, muss genutzt werden, um weitere über die bisherige Kompromissformel hinausgehende Verbesserungen beim Abfallrecht zu erreichen”, erklärt der Abgeordnete der Fraktion DIE LINKE Ralph Lenkert, nachdem der Vermittlungsausschuss die Beratungen über das neue Abfallrecht auf einen noch unbestimmten Termin im neuen Jahr vertagt hat.

Lenkert weiter: “Eigentlich hätte das neue Abfallrecht bereits zum Jahresende 2010 verabschiedet sein sollen. Aber besonders die Frage nach den Zuständigkeiten bei der Abfallsammlung und -verwertung spaltete Länder und Bund. Das im Oktober im Bundestag verabschiedete Kreislaufwirtschaftsgesetz hätte eine Privatisierung durch die Hintertür ermöglicht. Im Bundesrat fand diese Position aber glücklicherweise keine Mehrheit. Zuletzt lag eine Kompromissformel vor, die heute jedoch im Vermittlungsausschuss zwischen Bundesrat und Regierung keine Mehrheit fand. Nun muss das Gesetz noch einmal grundlegend nachgebessert werden.

Die Aufgaben der Abfallentsorgung muss uneingeschränkt bei den Kommunen belassen werden. DIE LINKE fordert die Bundesregierung und insbesondere die FDP auf, ihre Blockadehaltung aufzugeben und endlich die kommunale Abfallentsorgung sicherzustellen.”

Artikel aus der “Junge Welt”

11. Dezember 2011 von Kornelia Löw

Programm umsetzen

Eine Partei ist keine Therapiegruppe: Fragen und Antworten zu Aufgaben der Linken

Von Gesine Lötzsch
Linke-Chefin Gesine Lötzsch am 21. Oktober auf dem Erfurter

Linke-Chefin Gesine Lötzsch am 21. Oktober auf dem Erfurter Parteitag
Foto: Reuters
Am Freitag kamen der geschäftsführende Bundesvorstand, Landeschefs, Fraktionsvorsitzende und das Präsidium des Bundesausschusses der Linken in Thüringen zur »Elgersburger Runde« zusammen. junge Welt dokumentiert leicht gekürzt ein Strategiepapier, das die Linke-Vorsitzende Gesine Lötzsch dort vorstellte.

Warum wird ein Mensch Mitglied der Partei Die Linke?

Fünf Millionen Menschen haben uns bei der Bundestagswahl 2009 gewählt. Um uns zu wählen, muß man nicht Mitglied unserer Partei sein. Warum reicht es vielen Menschen nicht, uns nur zu wählen? Warum wollen sie auch Mitglied unserer Partei sein? Es gibt zwei entscheidende Gründe: Erstens: Sie wollen die Gesellschaft, in der sie leben, zusammen mit Gleichgesinnten verändern. Zweitens: Sie möchten in dieser sich atomisierenden Gesellschaft irgendwo dazugehören. Sie brauchen eine politische Heimat. Sie brauchen Lebenssinn. Sie brauchen gelebte Solidarität. Wenn Mitglieder das Gefühl haben, daß ihre Partei die Gesellschaft nicht verändert und ihre Partei keine politische Heimat ist, dann ziehen sie sich aus der aktiven Arbeit zurück oder verlassen sogar die Partei. Eine Partei muß nicht nur ein lernendes, sondern auch ein handelndes System sein. Unsere Mitglieder wollen die Gesellschaft schon jetzt verändern und nicht auf die absolute Mehrheit der Linken in den Parlamenten warten. (…)

Was kann eine linke Bäckermeisterin oder ein linker Klempner in unserer Partei machen?

Angenommen ein Mensch möchte Mitglied unserer Partei werden, ohne Marx, Engels, Gramsci, Negri und Žižek gelesen zu haben. Was können wir diesem Menschen bieten? Eine Partei muß über Strategien, Theorien und Taktiken diskutieren, doch wenn die Partei auch darüber hinaus Identität stiften will, dann muß ein Mitglied in einer Partei auch einfach nur als politischer Mensch leben können. Wenn unsere Partei eine Oase der Solidarität in einer neoliberalen Wüste wird, dann brauchen wir keine Mitgliederkampagnen, dann kommen die Menschen aus eigenem Antrieb zu uns, um die Gesellschaft wieder solidarischer zu machen. Dazu muß eine Genossin oder ein Genosse in keinem Parlament sitzen. Solidarität kann jedes Mitglied an jedem Ort leben. Solidarität ist die stärkste Waffe gegen den grassierenden Neoliberalismus, gegen die Verwüstung unserer Gesellschaft.

Nehmen wir uns selbst ernst genug?

Wir haben in Erfurt mit 96,9 Prozent unser Programm beschlossen. Die Delegierten haben mit großer Intensität, Ruhe und Weisheit über sehr komplexe Fragen sehr verantwortungsvoll entschieden. Wenn wir jetzt unser Programm wirklich ernst nehmen, dann müssen wir uns selbst verändern. Wir fordern in unserem Programm mehr Demokratie. Die Menschen werden sehr genau hinschauen, ob wir selbst diesen Anspruch leben. Unsere Mitglieder werden zu Recht erwarten, daß sie in Entscheidungen der Partei stärker einbezogen werden. Wir dürfen die Probleme in unserer Partei nicht nur auf schlechte Kommunikation, die sicherlich verbesserungswürdig ist, reduzieren. Wenn die Mitglieder Beschlüsse der Partei nicht mittragen, dann kann es auch daran liegen, daß sie diese Beschlüsse nicht als ihre empfinden. Deshalb müssen wir unsere Mitglieder wieder ernster nehmen. Der Parteiapparat ist für die Mitglieder da und nicht umgedreht.

Wie wollen wir die Eigentumsfrage beantworten?

Ein zentraler Punkt in unserem Programm ist die Eigentumsfrage. Ist das eine Frage, deren Lösung wir der nächsten Generation überlassen wollen, oder wollen wir diese Frage schon heute beantworten? Wir müssen sie heute beantworten. Die aktuelle Krise, die gern von Neoliberalen als Staatsschuldenkrise bezeichnet wird, ist eine Verteilungs- und Eigentumskrise. Die herrschenden Eigentumsverhältnisse führen zu einer ungerechten Verteilung des Reichtums in Deutschland, in Europa und in der ganzen Welt. Immer häufiger stoßen Menschen in ihrem Alltag auf die Eigentumsfrage. Warum ist der Strom so teuer? Warum steigen die Mieten in den großen Städten so stark an? Warum wird so viel Geld für den Krieg in Afghanistan ausgegeben und nicht für die Sanierung von Schulen und Universitäten? Nun werden wir nicht morgen die Stromkonzerne enteignen, eigene Wohnungen bauen und Kriege und den Export von Rüstungsgütern verbieten können. Aber wir können über solidarische Eigentumsformen nachdenken. Wir können Genossenschaften gründen, in denen die Genossen über ihre Miete selbst entscheiden. Dazu müssen wir aber unser Selbstverständnis ändern. Ein Mandat in einer Genossenschaft kann für unsere Partei genauso wichtig sein wie ein Mandat im Bundestag. Wir müssen unsere außerparlamentarische Arbeit wieder stärken und ihr größere Wertschätzung entgegenbringen. Sie ist nicht eine Ergänzung der parlamentarischen Arbeit, sondern eine wesentliche Voraussetzung für die Umsetzung unseres Programms.

Wie können wir gemeinsam den sozial-ökologischen Umbau organisieren?

Die Landesverbände sind wahre Schatzkammern. Dort gibt es einen Schatz an Erfahrungen, den wir für die Umsetzung des Programms unbedingt heben müssen. Ich schlage vor, daß jeder Landesverband ein Referenzprojekt zur Umsetzung des Parteiprogramms entwickelt. Es könnte Referenzprojekte für Mindestlohn, gegen die Privatisierung von Krankenhäusern, Wohnungen, Theatern und kommunalen Betrieben geben. Es könnte Referenzprojekte im Kampf gegen Neofaschismus geben oder für europäische Partnerschaften beim Umweltschutz, Energienetzen oder der politischen Bildung. (…)

Wie wollen wir Solidarität leben?

Che Guevaras Satz »Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker« kommt mir in den Sinn, wenn ich an die aktuelle Europa-Krise denke. Die Linke in Deutschland ist die stärkste linke Partei in Europa. Linke aus ganz Europa schauen auf Deutschland und sind entsetzt. Nach dem Willen der Kanzlerin soll Europa deutscher werden. Mich fragen unsere Freunde in Europa: Was tut ihr dagegen? Tun wir zu wenig? Ja, wir tun etwas, aber nicht genug. Wir verfassen Papiere, starten Kampagnen, führen Konferenzen durch, aber wir fragen zu selten, welche Folgen diese Papiere, diese Kampagnen und diese Konferenzen haben. Wir müssen unsere eigenen Beschlüsse ernster nehmen. Eine Solidaritätserklärung ist schnell geschrieben. Doch folgt der Erklärung dann auch gelebte Solidarität? Wie können wir den Menschen in Griechenland, Portugal, Irland und Italien helfen, die unter dem Kürzungsdiktat der deutschen Kanzlerin leiden? Wir müssen über Che Guevaras Satz neu nachdenken, wenn wir ein solidarisches Europa wollen.

Warum steigt die Zustimmung zu unserer Partei in der Krise nicht?

Wir sind der festen Überzeugung, daß unsere Vorschläge zur Bewältigung der Krise richtig sind. Trotzdem legen wir in Umfragen nicht zu. Die Krise brummt! Die Herrschenden haben die Chancen der Krise genutzt, um Europa neoliberal umzubauen. Die Agenda 2010 wird exportiert, egal ob es die anderen europäischen Völker wollen oder nicht. Eine solche reaktionäre Revolution der europäischen Verhältnisse wäre ohne Krise undenkbar gewesen. Die Krise wird zur Sternstunde der Marktradikalen, das ist ein Treppenwitz der Geschichte. Warum gibt es dagegen in Deutschland kaum Widerstand? Es wird immer zur Entschuldigung gesagt, daß die Menschen in der Krise den Regierenden vertrauen und keine linken Experimente wollen. Genau da liegt unser Problem: Die Regierenden starten ein hochriskantes Experiment nach dem anderen. Der Umbau der Sozialsysteme ist ein unglaubliches Experiment mit sehr ungewissem Ausgang. Der Euro-Rettungsschirm ist ein Zwei-Billionen-Experiment, bei dem selbst die größten Experten nicht sagen können, wie es ausgeht. Die Linke will diese riskanten Experimente beenden! Die angeblich so altmodische Rentenversicherung hat sich als robuster und renditestärker erwiesen als die Riester-Rente. Wir sind die, die funktionierende solidarische Systeme vor der Zerschlagung retten wollen. (…)

Wie organisieren wir den Widerstand gegen die Marktradikalen?

Ich hatte auf dem Bundesparteitag in Erfurt in meiner Rede Stéphane Hessel und sein »Empört Euch!« zitiert. Wer das Buch genau liest, weiß, daß es Hessel nicht in erster Linie um Empörung ging. Er verwies auf den erfolgreichen Kampf der Résistance gegen den Hitler-Faschismus. Wir müssen uns heute fragen, warum war dieser Widerstand in Frankreich, in der Sowjetunion, in Italien oder in Griechenland gegen den Faschismus so stark. Dafür gibt es sicherlich sehr viele unterschiedliche Gründe. Ein wichtiger und häufig unterschätzter Grund war, daß an diesem Widerstand fast alle sozialen Schichten beteiligt waren. Der Résistance-Kämpfer Hessel fordert uns heute zum Widerstand auf, um das demokratische und soziale Europa vor den Marktradikalen zu retten. Wir müssen die Einsicht befördern, daß die gegenwärtige Politik für die übergroße Mehrheit der Menschen schwerwiegende Nachteile bringt und es eine Bürgerpflicht ist, sich gegen diese unsoziale und undemokratische Politik zur Wehr zu setzen.

Was können wir 2012 erreichen?

Die ganze Partei wird den Wahlkampf in Schleswig-Holstein ideenreich unterstützen. Dabei geht es wie immer um Landes- und Bundespolitik. Die Linke muß wieder in den Kieler Landtag! Auf dem Bundesparteitag im Juni werden wir über die Umsetzung des Parteiprogramms diskutieren, die Bundestagswahl strategisch vorbereiten und einen neuen Parteivorstand wählen. Einige Genossinnen und Genossen haben die Sorge, daß Personaldiskussionen in den nächsten Monaten die inhaltliche Arbeit überlagern könnten. Diese Sorge ist dann berechtigt, wenn wir weiter darüber fabulieren, wer mit wem kann und wer mit wem nicht kann. Doch eine Partei ist keine Therapiegruppe. Ich erwarte, daß Personaldiskussionen ganz eng mit Ideen zur Umsetzung des Programms verbunden werden. Der Parteitag muß letztendlich entscheiden, welche Genossinnen und Genossen dazu am besten in der Lage sind. (…)

TIBET

24. November 2011 von Kornelia Löw

Anfang November lief Palden Choetso aus ihrem Kloster, schüttete Benzin über sich und setzte sich in Brand, während sie nach einem ‘freien Tibet’ rief. Minuten später war sie tot. Im vergangenen Monat haben sich neun buddhistische Mönche und Nonnen selbst verbrannt, um gegen die zunehmende Repression Chinas gegen das friedliche Volk der Tibeter zu protestieren.

Diese tragischen Handlungen sind ein verzweifelter Hilferuf. Mit Maschinengewehren bewaffnete chinesische Sicherheitskräfte schlagen Mönche und lassen sie verschwinden, belagern Klöster und bringen sogar alte Menschen um, die die Klöster schützen wollen — all das, nur um Tibet jegliche Rechte zu verweigern. China begrenzt den Zugang zu der Region drastisch. Aber wenn wir wichtige Regierungen davon überzeugen können, Diplomaten in die Region zu schicken und die zunehmende Brutalität offenzulegen, könnten wir Menschenleben retten.

Wir müssen schnell Handeln — diese schreckliche Situation gerät hinter dem Mantel der Zensur außer Kontrolle. Immer wieder haben wir gesehen, dass Diplomaten zum Handeln angeregt werden und den politischen Druck erhöhen, wenn sie selbst Zeugen solcher Gräueltaten werden. Reagieren wir auf Paldens tragischen Hilferuf mit einer riesigen Petition an die sechs Weltpolitiker mit dem meisten Einfluss in Beijing, damit eine Mission nach Tibet entsandt wird und sie sich gegen die Unterdrückung aussprechen. Unterzeichnen Sie diese Notfall-Petition:

https://secure.avaaz.org/de/save_tibetan_lives/?vl

Die Tibeter ersticken unter Chinas eisernem Griff. Sie können ihre Religion nicht frei ausüben — schon das Herunterladen eines Fotos des Dalai Lama kann einen Tibeter ins Gefängnis bringen. Und es wird immer schlimmer: Mehrere Kolonnen chinesischer Truppen haben die größten Klöster blockiert und entführen Mönche in “patriotische Umerziehungs-Programme”. Diese schreckliche Situation gerät zunehmend außer Kontrolle.

Seit Anfang dieses Jahres haben sich elf Mönche und Nonnen selbst verbrannt und mit jedem Protest verstärkt China den Druck. Für Tibeter sind Selbstverbrennungen ein besonders schwerwiegendes Opfer, das das Ausmaß ihrer Verzweiflung offenbart. Sie glauben, dass Selbstmord einen verheerenden Einfluss auf den Kreislauf der Reinkarnation hat und man bis zu 500 Leben zurückgeworfen wird. Doch die Situation in Tibet ist so schrecklich, dass Mönche und Nonnen ihre Position im Kreislauf der Wiedergeburten aufgeben, in der Hoffnung auf internationale Kenntnisnahme und Freiheit für ihre Brüder und Schwestern.

Die chinesische Regierung lässt keine Journalisten oder Menschenrechtsbeobachter in die Region — Journalisten von Sky news und AFP wurden erst kürzlich zur Ausreise gezwungen. Diplomaten können jedoch Zugang beantragen und einreisen. Und wie wir erst vor kurzem im Fall von Syrien gesehen haben, sind sie der beste Weg, Augenzeugenberichte zu bekommen, China zu zeigen, dass die Welt auf China schaut und politische Gespräche auf höchster Ebene über die Menschenrechte von Tibetern zu beginnen.

Es liegt an uns, weltweit Alarm zu schlagen. Wenn wir die USA, Großbritannien, Australien, Indien, Frankreich und die EU dazu bewegen, jetzt eine Delegation zu entsenden, könnten sie China zum Handeln zwingen. Wir dürfen keine Zeit verlieren — unterzeichnen Sie diese Notfall-Petition:

https://secure.avaaz.org/de/save_tibetan_lives/?vl

Avaaz-Mitglieder haben Projekte unterstützt, die sich gegen die Mediensperre einsetzen und die Kultur und Religion Tibets unterstützen. Aber die gnadenlose Unterdrückung durch China eskaliert. Es ist an der Zeit, dass sich unser ganzes Netzwerk für diese friedlichen Menschen, die ihr Leben für Grundrechte opfern, einsetzt. Zeigen wir ihnen, dass die Welt sie nicht vergessen hat.

Voller Hoffnung und Entschlossenheit,

Emma, Iain, Dalia, Ricken, Diego, Shibayan, Giulia, und das ganze Avaaz-Team

Weitere informationen:

Selbstverbrennung aus Protest gegen China (Zeit)
http://www.zeit.de/politik/ausland/2011-11/tibet-nonne-selbstverbrennung-2

Selbstverbrennungen von Mönchen: Neue Tibet-Politik gefordert (TAZ)
http://www.taz.de/Selbstverbrennungen-von-Moenchen/!81492/

Unruhen: Protest in Tibet: Nonne verbrennt sich (Focus)
http://www.focus.de/politik/ausland/unruhen-protest-in-tibet-nonne-verbrennt-sich_aid_681066.html

Tibetische Nonne verbrennt sich selbst (BBC, auf Englisch)
http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-15571017

Tibetische Nonne stirbt (Sky, auf Englisch)
WARNUNG: DIESES VIDEO BEINHALTET VERSTÖRENDE SZENEN
http://news.sky.com/home/world-news/article/16095074

Dalai Lama: ‘Kultureller Genozid’ hinter Selbstverbrennungen (BBC, auf Englisch)
http://www.bbc.co.uk/news/world-asia-15617026

Studie zeigt Repression in tibetischen Gebieten Chinas auf (The New York Times, auf Englisch, mit Report von Human Rights Watch)
http://www.nytimes.com/2011/10/13/world/asia/study-points-to-heavy-handed-repression-of-tibetan-area-in-china.html

Ergänzung zur Veranstaltung mit Marjana Schott

07. November 2011 von Kornelia Löw
Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
07.11.2011, Kathrin Senger-Schäfer

Noch nicht mal ein Pflegereförmchen

“Was die Regierungskoalition nun im ‘Jahr der Pflege’ zustande gebracht hat, verdient nicht einmal die Beschreibung Pflegereförmchen.

Es ist eine Hiobsbotschaft für alle Betroffenen und offenbart die Unfähigkeit von Schwarz-Gelb, in Sachen Pflege etwas Konkretes im Sinne der Menschen auf die Beine zu stellen”, erklärt Kathrin Senger-Schäfer, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, zu den Ergebnissen des gestrigen Koalitionsgipfels. Senger-Schäfer weiter:

Bei den pflegepolitischen Ergebnissen des Koalitionsgipfels ist das Kleingedruckte entscheidend: Der jetzt vereinbarte Einstieg in die Kapitaldeckung nach dem Muster der Riester-Rente bedeutet die Fortsetzung des Riester-Betrugs an der Bevölkerung und eine weitere Umverteilung von unten nach oben. Die Versicherungsunternehmen können auf ein ertragreiches Geschäft hoffen. Die Trennung von sozialer und privater Pflegeversicherung und die damit verbundenen Ungerechtigkeiten werden damit zementiert.

Die für 2013 geplante Beitragserhöhung um 0,1 Prozentpunkte bedeutet, dass mit Verbesserungen für Demenzkranke erst in über einem Jahr zu rechnen ist. Eine umfassende Umsetzung des neuen Pflegebegriffs wird es in dieser Wahlperiode ohnehin nicht mehr geben. Dass der ehemalige Beirat zur Umsetzung des Pflegebegriffs wieder eingesetzt werden soll, ist bloße Hinhaltetaktik. Die zusätzlichen finanziellen Mittel reichen für eine echte Umsetzung des Pflegebegriffs bei weitem nicht aus. Mehr Geld soll es hierfür offenbar auch in Zukunft nicht geben. Im Klartext bedeutet eine solche kostenneutrale Umsetzung des neuen Pflegebegriffs Leistungskürzungen bei allen Leistungsempfängern.”

Nächste Kreistagssitzung

05. Juni 2011 von Kornelia Löw

Am 17.Juni 2011 findet die 2. Kreistagsitzung statt.

Ab 9.00 Uhr im Bürgerhaus in Dornburg-Frickhofen.

Die Sitzung ist öffentlich und interessierte Zuschauer willkommen.

Einen Blick in die vorgesehene Tagesordnung kann man hier werfen.

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Koalition bläst Jahr der Pflege ab

27. Mai 2011 von Kornelia Löw

„Mit ihrem Eingeständnis, die Pflegereform auf 2012 zu verschieben, leisten Union und FDP den pflegepolitischen Offenbarungseid des Jahres“, kommentiert Kathrin Senger-Schäfer, pflegepolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE, die Äußerungen der gesundheitspolitischen Sprecher der Koalitionsfraktionen. „Die schwarz-gelbe Koalition ist unfähig, vernünftige Konzepte zur Lösung der vielen Probleme in der Pflege vorzulegen. Der Gipfel ist, die Verschiebung mit hoher Arbeitsbelastung der Koalition wegen des Atomausstiegs zu begründen. Damit werden die Menschen für dumm verkauft. Die Verantwortung für die Pflegereform liegt in erster Linie im Gesundheitsministerium und nicht beim Bundesumweltminister.“ Kathrin Senger-Schäfer fährt fort:

„Es ist schon unglaublich: Erst ruft Ex-Bundesgesundheitsminister Rösler für 2011 das Jahr der Pflege aus und inszeniert medienwirksam einen Pflegedialog nach dem anderen. Ein großer pflegepolitischer Wurf wurde immer wieder angekündigt, auch von Röslers Nachfolger Daniel Bahr. Nun aber ist selbst die Ankündigung Makulatur.

Knackpunkt ist offenbar die Finanzierungsfrage. Während die FDP den Hardliner gibt und knallhart auf Kapitaldeckung setzt, eine Beitragserhöhung in der gesetzlichen Pflegeversicherung kategorisch ausschließt und damit die Schleifung der sozialen Sicherungssysteme vorantreiben will, sucht die Union verzweifelt nach Möglichkeiten, den marktradikalen Ansatz zu kaschieren, weil es keine Mehrheit in der Bevölkerung dafür gibt, dass Pflege immer mehr vom eigenen Geldbeutel abhängig wird. Fakt bleibt, dass sowohl FDP als auch Union auf ergänzende Kapitaldeckung setzen und die Menschen in jedem Fall tiefer in die Tasche greifen müssen. Nur im Detail herrscht Uneinigkeit. Die umlagefinanzierte Pflegeversicherung soll unwiderruflich zerstört werden – ein Experiment mit unkalkulierbaren Risiken.“

Özdemir lobt ­Rüstungspläne

23. Mai 2011 von Kornelia Löw

Osnabrück. Grünen-Chef Cem Özdemir hat die geplante Vergrößerung der Bundeswehr-Kontingente für Auslandseinsätze begrüßt. Die von Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) geplante Aufstockung im Rahmen der Bundeswehrreform sei »angemessen und richtig«, sagte Özdemir der Neuen Osnabrücker Zeitung (Freitagausgabe) . Deutschland könne sich nicht zurückziehen. »Wir haben eine verstärkte internationale Verantwortung, auch weil die UNO an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit kommt«, sagte der Grünen-Chef. De Maizières Pläne sehen vor, daß Deutschland künftig 10000 Soldaten und damit 3000 mehr als bisher für Auslandseinsätze vorhalten soll. (AFP/jW)

Für Sommerwerkstatt anmelden

12. Mai 2011 von Kornelia Löw


Kreisfrauenbüro stellt Kursprogramm “Zeit(t)räume” vor / Kinder werden betreut

Limburg-Weilburg (red). Noch gut sechs Wochen, dann können Mädchen und Frauen im Kreis wieder ihre kreativen, fantasievollen oder sportlichen Seiten ausleben: In der ersten Woche der hessischen Sommerferien, von Montag, 27. Juni, bis Freitag, 1. Juli, findet wieder die Sommerwerkstatt “Zeit(t)räume” in der Limburger PPC-Schule statt.

Das neue Programm, zusammengestellt vom Team des Kreisfrauenbüros, richtet sich an Frauen und Mädchen ab 14 Jahren. Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Insgesamt sind 25 Kurse im Angebot, so die Kreisfrauenbeauftragte Ute Jungmann-Hauff. Die Teilnehmerinnen können ganz neue Angebote entdecken, neue Kursleiterinnen stellen sich vor. Vormittags können die Teilnehmerinnen mit Martina Dehm entspannen bei der “schöpferischen Geh-Zeit”, mit Margareta Eichhorn tanzen oder mit Annette Schwan Hormon-Yoga Übungen machen.

Wer sich sportlich betätigen möchte, kann dies mit Nordic Walking und Gabriele Töpfer tun. Nicole Erwe zeigt, wie “frau” ihre Computerprobleme selbst lösen kann oder wie eine Powerpoint-Präsentation entsteht.

Sportlich sein mit Nordic Walking

Mit Bettina Schweer entdecken die Teilnehmerinnen den “Rhythmus pur”, die Künstlerin Renate Kuby beschäftigt sich mit Frauenbildern. Marion Schmidt begleitet in einen “Farbenrausch” und bei der Tiffany-Technik mit Elli Wilczek wird die Glasschmuckherstellung erlernt. Kurse über gesunde Ernährung mit Rita Schlag und Partnersuche im Internet mit Sandra Völpel runden den Vormittag ab.

Am Nachmittag stehen dann Wechseljahrsbeschwerden und deren Behandlung auf dem Programm, Referentin ist Dr. Ellen Schneider. Zudem gibt es Singen mit Angelika Seip, Talente entdecken mit Gisela Geiger und den “Alltag beiseite legen” mit Gabriele Töpfer. Außerdem können mit Katharina Laßmann Kommunikationsstrategien zur Konfliktlösung eingeübt werden.

Kreative Kursangebote wie Goldschmieden mit Daniela Schulte-Orf, Aktzeichnen mit Erika Heiligendorf, “Magie der Elemente” mit Heike Schönborn-Jösch, Stoffdruck mit Yvonne Pfeiffer und “Im Fluss der Zeit” mit Brigitte Wüscher runden das Programm ab. Ein Kurs zum Thema Schlagfertigkeit ist geplant. Er richtet sich speziell an Frauen, die sich in die Kommunalpolitik engagieren möchten.

Während der Kurse wird für die Kinder der Teilnehmerinnen eine kostenfreie Kinderbetreuung angeboten. Zu allen Kursen ist eine schriftliche Anmeldung erforderlich. Programme mit den Anmeldeformularen sind erhältlich im Servicebüro der Kreishäuser in Limburg und Weilburg, in allen Rathäusern der Städte und Gemeinden sowie im Internet unter www.landkreis-limburg-weilburg.de.

Kontakt: Frauenbüros, (06431) 296169, (06431) 296153 und (06431) 296131, oder über E-Mail: frauenbuero@limburg-weilburg.de.

Erneut schallende Ohrfeige vom EuGH für Bundes- und Landesregierungen

10. Mai 2011 von Kornelia Löw

Pressemitteilung der Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
10.05.2011, Barbara Höll
Erneut schallende Ohrfeige vom EuGH für Bundes- und Landesregierungen
“Der deutsche Gesetzgeber muss endlich aktiv werden und die bestehende Diskriminierung von Lesben und Schwulen beseitigen, indem er die eingetragene Partnerschaft der Ehe gleichstellt“, so Barbara Höll zur heutigen Entscheidung des EuGH, der in seinem Grundsatzurteil die Rechte gleichgeschlechtlicher Lebenspartner gestärkt hat und eingetragenen Lebenspartnerschaften die gleichen Rentenansprüche wie Mann und Frau in einer Ehe zugesprochen hat. Die lesben- und schwulenpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE weiter:

“Die Richter stellten zudem klar, dass die Gleichstellung rückwirkend zu erfolgen habe. Dies gilt für den Zeitraum ab dem 3.12.2003,  dem Ablaufdatum der Umsetzungsfrist der entsprechenden EU-Richtlinie.

DIE LINKE fordert Bundesregierung und Landesregierungen auf, dieses Urteil zügig umzusetzen und betroffene Angestellte gleichzustellen. Die Ehe muss endlich auch für Lesben und Schwule geöffnet werden, denn nur so kann die rechtliche Diskriminierung beseitigt werden.”