Beiträge in der Kategorie ‘Politik’

Ansichten, Anregungen zum Equal Pay Day

19. März 2012

Ansichten, Anregungen zum Equal Pay Day

von Nicole Erbe

Am 23. März ist wieder Equal Pay Day. Frauen müssen fast 3 Monate länger arbeiten, um auf das gleiche Jahreseinkommen wie Ihre männlichen Kollegen zu kommen. Am Dienstag den 6  März veröffentlichte die Frankfurter Rundschau eine Statistik, danach verdienen Frauen im Einzelhandel für die gleiche Arbeit im Durchschnitt 350 € pro Monat weniger als ihre männlichen Kollegen.

Zum ersten Mal gab es dem Equal Pay Day 1988 in den USA. Es war ein Aktionstag mit roten Geldbörsen. weiterlesen hier

22. Februar 2012

Frauentag Postkarte vorne

Frauentag Postkarte hinten

Hartz IV-Regelsätze sind verfassungswidrig!

09. Februar 2010

Das Bundesverfassungsgericht hat die derzeitige Berechnung der Hartz-IV-Sätze für Kinder und Erwachsene als verfassungswidrig erklärt. Die Bundesregierung muss nun bis zum Ende des Jahres eine neue Regelung finden.

“Der Staat ist verpflichtet, den Bedürftigen die Mittel zur Verfügung zu stellen, die für ein menschenwürdiges Leben erforderlich sind”, stellte Hans-Jürgen Papier, Präsident des Bundesverfassungsgerichts, in der Urteilsverkündung klar. Dazu gehörten nicht nur physische und materielle Aspekte, sondern auch die Teilhabe an dem gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben. Der Staat darf also nicht nur Faktoren wie Nahrung und Kleidung zur Grundlage der Berechnungen machen.

Urteil vom 9. Februar 2010 – 1 BvL 1/09, 1 BvL 3/09, 1 BvL 4/09 –

Regelleistungen nach SGB II (”Hartz IV- Gesetz”) nicht verfassungsgemäß

I. Sachverhalt

1. Das Vierte Gesetz für moderne Dienstleistungen am Arbeitsmarkt vom
24. Dezember 2003 (sog. „Hartz IV-Gesetz“) führte mit Wirkung vom 1.
Januar 2005 die bisherige Arbeitslosenhilfe und die bisherige
Sozialhilfe im neu geschaffenen Sozialgesetzbuch Zweites Buch (SGB II)
in Form einer einheitlichen, bedürftigkeitsabhängigen Grundsicherung für
Erwerbsfähige und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft lebenden
Personen zusammen. Danach erhalten erwerbsfähige Hilfebedürftige
Arbeitslosengeld II und die mit ihnen in einer Bedarfsgemeinschaft
lebenden, nicht erwerbsfähigen Angehörigen, insbesondere Kinder vor
Vollendung des 15. Lebensjahres, Sozialgeld. Diese Leistungen setzen
sich im Wesentlichen aus der in den §§ 20 und 28 SGB II bestimmten
Regelleistung zur Sicherung des Lebensunterhalts und Leistungen für
Unterkunft und Heizung zusammen. Sie werden nur gewährt, wenn
ausreichende eigene Mittel, insbesondere Einkommen oder Vermögen, nicht
vorhanden sind. Die Regelleistung für Alleinstehende legte das SGB II
zum Zeitpunkt seines Inkrafttretens für die alten Länder einschließlich
Berlin (Ost) auf 345 Euro fest. Die Regelleistung für die übrigen
Mitglieder der Bedarfsgemeinschaft bestimmt es als prozentuale Anteile
davon. Danach ergaben sich zum 1. Januar 2005 für Ehegatten,
Lebenspartner und Partner einer eheähnlichen Gemeinschaft ein Betrag von
gerundet 311 Euro (90%), für Kinder bis zur Vollendung des 14.
Lebensjahres ein Betrag von 207 Euro (60%) und für Kinder ab Beginn des
15. Lebensjahres ein Betrag von 276 Euro (80%).

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Polizeikessel in Friedberg wird juristisches Nachspiel haben

11. November 2009

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Das Verhalten der Polizei auf der Gegendemonstration am 7.11. in Friedberg gegen die Versammlung der rechtsextremen NPD wird ein juristisches Nachspiel haben.
Die Polizei hatte am vergangenen Samstag in der Wetteraukreisstadt mehrere Hundert Gegendemonstranten rechtswidrig über viele Stunden eingekesselt – darunter auch zahlreiche völlig unbeteiligte Besucher der Stadt, die nur ihren Einkauf tätigen wollten. Auch mehrere Mitglieder aus unserem Kreisverband wurden über Stunden am Verlassen des Polizeikessels gehindert.

Wie heute in der Frankfurter Rundschau zu lesen war (1), hat nun der grüne Stadtrat der Stadt Kerben, Gerd Rippen, gemeinsam mit seiner Frau Anzeige wegen Freiheitsberaubung und Nötigung gegen die Polizei erstattet. Gegenüber der Zeitung bezeichnete Rippen das Vorgehen der Polizei als “unverhältnismäßiges Verhalten gegen unbescholtene BürgerInnen”, welches eine “angemessene Bestrafung der Verantwortlichen” verlange.

Schon unmittelbar nach der rechtwidrigen Polizeiaktion erklärte der rechtspolitische  Sprecher der LINKEN im Hessischen Landtag, Ulrich Wilken, der ebenfalls unter den Eingekesselten war, es „seie ein Skandal, dass die Polizei durch die rechtswidrige Einkesselung von Bürgerinnen und Bürgern, die für Demokratie und gegen Antisemitismus, Rassismus und Faschismus demonstrieren wollten, einen Aufmarsch von Neo-Nazis durchgesetzt hat, der unmittelbar vor dem 71. Jahrestag des Beginns der Pogrome gegen Jüdinnen und Juden im Jahr 1938 stattfand” (2).
Wilken fordert ferner Innenminister Bouffier und Ministerpräsident Koch auf, sofort einen umfassenden Bericht über die Vorgänge in Friedberg vorzulegen. Sollte dieser nicht zeitnah erfolgen, werde DIE LINKE im Hessischen Landtag einen Untersuchungsausschuß beantragen.

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Auch in der “Wetterauer Zeitung” findet sich Kritik am skandalösen Einsatz der Polizei. So berichtet beispielsweise eine 70-jährige Leserin (3) davon, dass sie trotz ihrer Bereitschaft, sich auszuweisen, stundenlang in der Absperrung festgehalten wurde. Man verweigerte ihr die Benennung des zuständigen Einsatzleiters und schickte sie über Stunden von einem Beamten zum anderen. Erst nach Stunden bei eisiger Kälte durfte die 70-jährige nach Personalienaufnahme und erniedrigender Erfassung per Videokamera den Ort des Geschehens verlassen.

Mehrere Gruppierungen aus dem breiten Bündnis gegen den rechten Aufmarsch berichten zudem über vereinzelte brutale Übergriffe der Polizei gegen Teilnehmer der Gegendemonstration. So berichtet beispielsweise der Ermittlungsausschuß Frankfurt (4) in einer vorläufigen Stellungnahme, dass ihm zahlreiche Berichte über Schlagstock- und Pfeffersprayeinsatz mit mehreren Verletzten vorliegen.

(1) Quelle: Frankfurter Rundschau: http://www.fr-online.de/top_news/?em_cnt=2072439&
(2) Quelle: DIE LINKE Hessen – Presseerklärung
(3) Quelle: Wetterauer Zeitung
(4) Quelle: EA Frankfurt

“DO IT AGAIN”

28. Oktober 2009

Geplanten Nazi-Aufmarsch am 07.11.2009 in Friedberg – wieder – verhindern!

7_11_friedbergDas erfolgreiche Bündnis vom 01.08. diesen Jahres hat sich wieder zusammen gefunden, um Gegenaktionen zu organisieren.
Unser Ziel ist es, gemeinsam mit allen AntifaschistInnen und DemokratInnen aus Friedberg, Wetterau und ganz Hessen und der Region, das “Friedberger Modell” erneut umzusetzen.

DEN GEPLANTEN NAZI-AUFMARSCH WIEDER ERFOLGREICH ZU VERHINDERN!!!

Unser Motto diesmal:

“71 Jahre Reichspogromnacht – aus der Geschichte lernen – Widerstand leisten – Ge(h)Denken”

WORUM ES GEHT:
Die NPD plant für den 07.11.2009 wieder einen Aufmarsch – diesmal durch ganz Friedberg.
Anfahrtspunkt soll der Parkplatz am Burgfeld sein, ab 11:00 Uhr wollen die Nazis von der Burg über die Kaiserstrasse [Hauptgeschäftsstraße] und die Ockstädter-Straße, über die Gegend nahe der Moschee bis zum Bahnhof marschieren.
Als Redner sind wieder die üblichen Funktionäre der NPD angesagt (z.T. wg. Volksverhetzung und Gewalttätigkeiten bereits einschlägig verurteilt).
Angemeldeter Zeitraum: 11:00 uhr bis 21:00 Uhr (es ist mit einer Verschiebung auf 9:00 bis 16:00 Uhr zu rechnen):
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Wählertäuschung wird zur Gewohnheit

13. Oktober 2009

Die SPD in Thüringen hat es vorgemacht und die Grünen im Saarland ziehen nach. Beide Parteien sind mit dem Wahlversprechen ind den Wahlkampf gezogen, die CDU Landesregierungen abzulösen. (weiterlesen…)

Saarland: Grün wählen – schwarz ärgern!

12. Oktober 2009

wer_gruen_waehltSelten hat ein Wahlplakat der LINKEN sich als prophetischer und vorausschauender erwiesen als das des saarländischen Landesverbandes im vergangenen Landtagswahlkampf! “Wer grün wählt, wird sich schwarz ärgern”, rief es den Wählern von Laternenpfählen und Plakatwänden entgegen.

Ein Blick ins Wahlprogramm der saarländischen Grünen mochte sicherlich dazu führen, besagtes Plakat nicht wirklich ernst zu nehmen – stand doch dort klar und deutlich, schwarz auf weiß zu lesen:

“Die mit absoluter Mehrheit regierende CDU ist verbraucht, sie bedrückt die Menschen durch rücksichtslose Machtausübung, missachtet Bürgervoten und verhält sich obrigkeitsstaatlich (…)

Die Politik der Konservativen während der vergangenen zehn Jahre hat die soziale Spaltung des Landes vertieft (…)

Wir Grüne wollen dem Saarland eine bessere Zukunft bieten. Dazu ist es erforderlich die CDU-Regierung abzulösen.”

Quelle: Wahlprogramm Grüne Saar

Nicht zuletzt aufgrund dieser Aussagen schafften es die Grünen dann im Saarland auch über die 5% – wenn auch recht knapp (5,9%). Sicherlich auch mit Hilfe des ein oder anderen SPD-Wählers, der wegen der Prognose, dass ein Scheitern der Grünen schwarz-gelb heißen könnte, sein Kreuzchen bei den Grünen machte.

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Zu Hartz IV und pseudoliberalem Bürgergeld

10. Oktober 2009

“Hartz IV muss weg” ist eine wohlbekannte Forderung der LINKEN, die nicht nur bei Betroffenen oder von Erwerbslosigkeit Bedrohten auf Zustimmung stößt. Nun fordert auch die FDP, Hartz IV abzuschaffen und durch das “Bürgergeld” zu ersetzen. Wer jedoch annimmt, dass sich die FPD damit Positionen der LINKEN annähert, sollte zunächst einmal einen Blick auf die Details des von der FDP erdachten Projektes “Bürgergeld” werfen.
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Und plötzlich sind die Kassen leer…..

08. Oktober 2009

Konnte man vor der Wahl noch lesen, dass sich die Arbeitslosenzahlen nicht negativ entwickelt haben, so überraschten die Krankenkassen gestern mit der Meldung, dass auf einmal 7,5 Milliarden im Gesundheitsfonds fehlen würden. Da fragt man sich doch, wie kann es sein, dass in noch nicht einmal 2 Wochen ein solches Defizit entstehen kann? (weiterlesen…)

Angriff auf Bundeswehr-Konvoi in Kundus

05. Oktober 2009

Schon wieder kam es in Afghanistan zu Kampfhandlungen, in die die Bundeswehr verwickelt war. Dieses mal wurde ein Konvoi der Bundeswehr bei Kundus von Taliban Kämpfern attackiert. Die Soldaten der Bundeswehr setzen sich zur Wehr, indem sie das Feur erwiderten. Aus Berlin gibt es zur Zeit noch keine offiziellen Angaben über mögliche Verwundete oder gar Tote. Unbestätigten Meldungen zufolge berichteten die Taliban von mehreren getöteten Soldaten der Bundeswehr. Da solche Meldungen in der Regel immer sehr unzuverlässig sind, besteht die Hoffnung, dass keine Opfer zu beklagen sind. (weiterlesen…)