Wohl jeder kennt sie, die “Lach- und Sachgeschichten” mit der lustigen Zeichentrickmaus aus der “Sendung mit der Maus”. Schon vielfach wurde die sympathische Maus satirisch verfremdet, um irgendetwas oder irgendwen politisch “durch den Kakao zu ziehen”.
Eine solche im Stile der bekannten “Lach- und Sachgeschichten” gehaltene Parodie fanden wir vor wenigen Tagen in unserem Posteingang vor – und da sie so gar nicht lustig, aber dafür durchaus lehrreich ist, möchten wir sie Ihnen nicht vorenthalten. Viel “Vergnügen”!
Lach- und Sachgeschichten! Heute: Die Arge und der Datenschutz!
Das ist ein Briefkasten.
Der gehört der ARGE Limburg-Weilburg.
(Zum Vergrößern einfach auf das erste Bild klicken!)
Da werfen viele Menschen Unterlagen ein:
Anträge, Widersprüche, Angaben zu ihren persönlichen Verhältnissen und ihrer finanziellen Lage – zu allem, was so einen Grundsicherungsträger ’was angeht oder wozu er ’was wissen will.
Und den geht Vieles an und der interessiert sich für ganz viele Dinge, die die vielen Langzeitarbeitslosen so betreffen. Deshalb kommt da ganz schön viel Post zusammen. Und dazu noch das „Handelsblatt“, das wohl vom Steuerzahler bezahlt und von einem (wahrscheinlich leitenden) ARGE-Beamten während seiner Arbeitszeit gelesen wird. Es kommt also viel Post in diesen Briefkasten.
Deshalb ist er immer schnell voll. Und dann hat er eine besondere Eigenschaft.
Es kann den Inhalt nicht nur ’rausnehmen, wer den Briefkastenschlüssel hat, sondern jeder kann sich ’rausnehmen, was ihn so interessiert. Durch die Klappe. Einfach so:
Ganz schön praktisch …
Vielleicht ist das ein Grund, warum bei der ARGE viele Unterlagen einfach verschwinden …
Blöd nur, dass so was nach dem Datenschutzgesetz gar nicht sein dürfte.
Aber das ist eine andere Geschichte.
———-
(Anmerkung der Redaktion: Wir wissen nicht, wer die in dieser Geschichte erwähnte Zeitung bezahlt und wer sie wann liest. Was jedoch zweifelsfrei der Wahrheit entspricht, ist der Umstand, dass man aus dem Briefkasten der Arge tatsächlich unter den beschriebenen Umständen hochvertrauliche Unterlagen von aussen durch den Einwurfschlitz entnehmen kann. Und dass dies nicht im Sinne des Datenschutzes ist, daran haben wir keinerlei Zweifel. Daher ein freundliches Dankeschön an den unbekannten Autor.)


14. Dezember 2009 um 17:24
[...] [...]
16. Dezember 2009 um 03:29
Können und sollen wir da aktiv werden?
16. Dezember 2009 um 03:55
Hallo Frank B.
Sofern Kollegen Interesse haben, die Geschichte aufzugreifen, ist das natürlich freigestellt – eine gesonderte Aktion würde ich zumindest zu diesem Zeitpunkt jedoch noch nicht in Erwägung ziehen.
16. Dezember 2009 um 05:44
ja das mit den briefkästen ist so ne sache auch in hannover callenberger esplanate bei der arge gibt es 2 briefkästen bei den man auch die post raus fischen kann !!!
16. Dezember 2009 um 22:31
[...] } Weil Datenschützer in einem satirischen Artikel auf ein Problem bei ihrer örtlichen ARGE hinwiesen, ermittelt jetzt die Staatsanwaltschaft. Nicht [...]
22. Dezember 2009 um 16:13
Und da war noch der “Wolfgang Franz”, auf der Reeperbahn nachts um halb eins, der seine prall gefüllte Brieftasche auf den Tresen schmiss und vor Hunger gurgelte:
“Frischfleisch für alle!”
Am nächsten Morgen fand man ihn – um dreißig Prozent seiner Männlichkeit gekürzt – in einem Hinterhof der ARGE Hamburg.
Die Polizei fahndet nach mehreren Millionen ALG II-Bezieher.